Medienkompetenz


für die Zukunft

Mit den interaktiven Unterrichtseinheiten von Articlett machst du zeitgemäße Medienbildung im Unterricht erlebbar.

1.113 Wörter
5–7 Minuten

Stell dir vor, du wachst morgens auf, willst nur kurz deine Mails und Insta checken und merkst, dass du keinen Zugriff mehr auf deine Accounts hast. Freund:innen schreiben dir und fragen, wieso du privaten Content auf Instagram und TikTok teilst. Ein echtes Horrorszenario, das gar nicht so unrealistisch ist, wenn überall das gleiche, unsichere Passwort verwendet wird und bei wichtigen Accounts keine 2-Faktor-Authentifizierung eingerichtet wurde. Jetzt die Kontrolle über die eigenen Accounts wiederzuerlangen, ist erstaunlich schwierig. Und nicht nur das: in der Zwischenzeit können Cyberkriminelle mit deinen Daten großen Schaden anrichten. 

Auch wenn man nie ganz sicher von Onlinekriminalität ist, kann man es Angreifer:innen möglichst schwer machen. Die wichtigste Grundlage dafür sind sichere Passwörter. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du mit deinen Kindern oder Schüler:innen über sichere Passwörter reden kannst und wie Kriminelle versuchen, trotzdem an Passwörter zu kommen.

Ausrufezeichen

Kurzeinheit durchführen

Den ganzen Unterrichtsimpuls (35 Minuten) kannst du ganz einfach ohne Vorbereitung mit deiner Klasse durchführen. Alle digitalen Tools, wie Umfragen oder unser Passphrasen-Generator laufen direkt in den Folien und die Notizen versorgen dich an jeder Stelle mit dem notwendigen Hintergrundwissen. Erstell dir hier gerne einen kostenlosen Articlett-Account (und verwende bitte ein sicheres Passwort;)

Wie kommen Fremde an meine Passwörter?

Phishing

Gefälschte Webseiten und Nachrichten versuchen, an dein Passwort zu kommen: Vermutlich hast du auch schon “wichtige” Mails von Banken erhalten, bei denen du gar nicht Kund:in bist. Oder eine angebliche Enkelin schreibt dir von ihrer neuen Handynummer. Phishing fällt häufig durch Absenderadressen auf, die nicht von der Internetadresse der angeblichen Website stammen oder dadurch, dass Druck aufgebaut wird, der dich zu unüberlegten Handlungen bringen soll. 

Übrigens: Die Kunst, Menschen durch Manipulation und Lügen dazu zu bringen, ihr Passwort freiwillig zu verraten, nennt man “Social Engineering”.

Datenlecks

Nicht immer ist man selbst schuld, wenn das Passwort in fremde Hände gerät. Immer wieder wurden in der Vergangenheit große und eigentlich seriöse Firmen gehackt und massenweise Daten (Passwörter, Adressen, Zahlungsdaten) gestohlen. Deshalb ist es wichtig, für alle Accounts eigene Passwörter zu verwenden. So kann dein gestohlenes Passwort nicht mit deiner Mailadresse bei anderen Apps oder Webseiten ausprobiert werden. 

Besonders dein Mailkonto solltest du mit einem eigenen und sicheren Passwort schützen, da du mit deiner Mailadresse üblicherweise die “Passwort vergessen”-Funktion anderer Accounts nutzen kannst. Wer Zugriff auf deinen Mailaccount hat, hat auch potentiell Zugriff auf all deine anderen Accounts. Ob deine Mailadresse in einem bekannten Datenleck zu finden ist, kannst du hier überprüfen. (https://haveibeenpwned.com/)

Passwörter raten

Es klingt selbstverständlich, aber Passwörter wie “passwort”, “1234” und “iloveyou” sind keine sicheren Passwörter und sollten niemals verwendet werden, da sie einfach erraten werden können. Das gilt auch für die eigenen Namen oder das Geburtsdatum.

Was macht ein Passwort sicher?

Aber wie erstelle ich denn jetzt ein sicheres Passwort? 

Sichere Passwörter dürfen sich nicht durch einen persönlichen Bezug (z.B. Name, Geburtstage, Haustiernamen) erraten lassen und sollten so lang und abwechslungsreich sein, dass ein Mensch oder Bot sehr viele Versuche braucht, um es zu erraten. Ein Passwort sollte daher am besten aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen (wie etwa $,%,&,),§,=) bestehen. Denn jedes zusätzliche Zeichen erhöht die Anzahl, die jemand an Rateversuchen braucht, um an dein Passwort zu gelangen.

Die Passphrasen-Methode

Aber wie kann ich mir solche Passwörter merken? Hierfür kann man zum Beispiel die Passphrasen-Methode verwenden. Dazu bildest du einfach einen Satz, den du dir gut merken kannst und nutzt dann immer den ersten Buchstaben von jedem Wort für dein Passwort.

Ein Beispiel: Aus dem Satz “Ich mag meine 2 Katzen und 3 Hunde sehr gerne!” wird das Passwort Imm2Ku3Hsg!

Achte auch hier darauf, dass du möglichst Zahlen und Sonderzeichen verwendest. Wenn du dein Passwort eingeben musst, erinnere dich einfach an deinen Satz.

Passwort erstellen

Jetzt bist du selbst dran! Erstelle mithilfe der Passphrasen-Methode ein sicheres Passwort. Dazu kannst du unseren Passphrasen-Generator verwenden und deinen Satz in ein Passwort umwandeln lassen.

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Passwörter im Alltag schützen

Jetzt hast du ein sicheres Passwort. Aber auch das längste Passwort bringt nichts, wenn es jemandem zufällig in die Hände fällt. Wir schauen uns deshalb an, wie gute Passwörter sicher bleiben. Am wichtigsten ist es natürlich, dein Passwort niemals weiterzugeben. Auch an öffentlichen Computern oder in öffentlichen WLAN-Netzwerken solltest du dich nicht einloggen, weil hier dein Passwort unter Umständen von diesen Geräten mitgelesen werden kann. Prinzipiell sollten Passwörter auch nie aufgeschrieben werden, aber es ist natürlich schwierig, sich viele komplizierte Passwörter zu merken. Wir schauen uns gleich an, wie sich Passwörter sicher speichern lassen. Wichtige Accounts wie dein Mailkonto solltest du immer mit einer zusätzlichen 2-Faktor-Authentifizierung sichern. Dann bekommst du bei Anmeldung einen zusätzlichen Code – z.B. per SMS – den du eingeben musst. So wird es viel schwieriger, deinen Account zu hacken. 

Passwörter sicher speichern

Auf dem Smartphone: Smartphones haben integrierte Funktionen, um Passwörter zu speichern und sie automatisch in Apps oder auf Webseiten einzusetzen. Der Zugriff auf die Passwörter ist in der Regel mit deinem Entsperrcode gesichert und sollte zusätzlich mit Face ID (iPhone) oder Fingerabdruck (viele Android-Geräte) geschützt werden.

Browser: Auch Browser haben integrierte Optionen, Passwörter zu speichern und diese automatisch auf Webseiten einzusetzen. Achte aber darauf, dass dein Browser immer mit allen aktuellen Updates versorgt ist, das ist wichtig für die Sicherheit.

Apps/Passwortmanager: Neben diesen zwei Möglichkeiten gibt es auch spezielle Passwortmanager. Da gibt es meistens ein Master-Passwort, das du dir unbedingt gut merken musst. Wenn du es vergisst, hast du keinen Zugriff mehr auf deine Passwörter. Eine Übersicht über gute Passwortmanager gibt es hier. (https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/digitale-welt/apps-und-software/10-passwortmanager-im-vergleich-113439)

Was tun, wenn dir doch etwas passiert?

Die Situation vom Anfang ist eingetreten und du hast keinen Zugriff mehr auf deine Accounts, was kannst du jetzt tun? 
Befolge diese vier Schritte:

  1. Ändere dein Passwort: Wenn du dich noch einloggen kannst, ändere sofort das Passwort. Viele Apps haben außerdem die Funktion “Alle Geräte abmelden”. Damit werden alle eingeloggten Geräte automatisch ausgeloggt. Das heißt aber auch, dass du dich nun auf jedem Gerät, auf dem du die App nutzt, neu anmelden musst. So verhinderst du, dass Menschen, die mit deinem alten geklauten Passwort angemeldet sind, die App weiter nutzen können.
  2. Eltern oder Vertrauenspersonen informieren: Sie helfen dir bestimmt, eine Lösung zu finden.
  3. Plattformen/Anbieter kontaktieren: Kontaktiert die Plattformen und bittet um Hilfe. Das kann leider oft etwas dauern.
  4. Andere Accounts prüfen: Wenn du das Passwort bei anderen Accounts verwendest, ändere es unbedingt! Angreifer:innen können sonst mit deiner Mailadresse und dem Passwort ausprobieren, sich in andere Accounts von dir einzuloggen.
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Kurzeinheit durchführen

Die ganze Kurzeinheit kann einfach mit einem Articlett-Account mit den Schüler:innen durchgeführt werden. Als Lehrkraft startest du die fertige Präsentation, unsere Tools wie interaktive Live-Umfragen oder der Passwort-Generator sind direkt in den Folien eingebunden und können per automatisch generierten QR-Code von den Schüler:innen auf ihren Tablets oder Smartphones verwendet werden. Um dir einen Account anzulegen, klicke oben rechts auf “Login”.


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Außerdem gibt es hier das benötigte App-Spiel: Social-Media-Sherlock.

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Außerdem gibt es hier den benötigten ChatGPT-Zugang: Articlett-ChatGPT-App.

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Außerdem gibt es hier den Link zur App: Articlett-SpotIfAi-App. Bitte schreibe eine E-Mail an info@articlett.schule, um einen Zugang zum Spiel zu erhalten.

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Bei weiteren Fragen, schreibe eine E-Mail an info@articlett.schule.

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